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Es wird nicht dazugelernt!

Riesen-Rayon statt Gesundheitsschutz: FCG macht weiter Druck auf die Dienststelle
Ein unhaltbarer Zustand an einer Wiener Ganztagsvolksschule sorgt erneut für großen Unmut.
Ein völlig überdimensionierter Reinigungsbereich, fehlende Vertretungen im Krankheitsfall und eine mangelnde Einsicht der Dienststelle belasten die Beschäftigten dort nun schon seit über einem Jahr. In der vergangenen Woche fand vor Ort erneut eine Begehung statt, denn die Problematik ist akut. Der zu reinigende Bereich an diesem Standort wurde auf sage und schreibe 3.400 Quadratmeter aufgeblasen, wobei allein die Plastikböden fast 2.000 Quadratmeter ausmachen. Erschwerend kommt hinzu, dass sich dieser riesige Rayon über zwei baulich komplett voneinander getrennte Gebäude erstreckt. Zwar sind dem Standort regulär zwei fixe Schulwart:innen zugeteilt, doch bei Erkrankungen gibt es mangels Vertretungspersonals gelegentlich keinerlei Unterstützung. Eine einzelne Person muss diese enorme Fläche dann völlig alleine stemmen. Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, gibt es auf dem Schulgelände auch noch einen Außenbereich, der im Winter aufgrund seiner Größe sogar mit einem Traktor geräumt werden muss.
Wir als FCG haben bereits vor über einem Jahr versucht, diese unhaltbare Situation in Gesprächen mit den zuständigen Einschulern zu entschärfen, jedoch leider ohne Erfolg. Die damalige, fast schon zynische Aussage eines Einschulers lautete lediglich, man könne ja eh Überstunden schreiben. Auch ein konkreter Lösungsvorschlag, den wir der Dienststelle unterbreitet haben, fand bisher kein Gehör. Nun gab es nach anhaltendem Druck durch die Personalvertretung endlich eine weitere Begehung mit Einschulern und Vertreter:innen der Dienststelle. Natürlich zu einem Zeitpunkt als ein Großteil der Betroffenen vor Ort, von denen einige von uns vertreten werden, im wohlverdienten Erholungsurlaub waren. Unser Kollege Personalvertreter Marcus Wagner durfte daher an der Begehung nicht teilnehmen.
Für uns ist es dabei absolut unverständlich, warum sich die Dienststelle weiterhin beharrlich weigert, die existierende ÖNORM zur Reinigungsleistung als verbindliche Richtlinie heranzuziehen. Diese Normen wurden schließlich genau dafür geschaffen, um Beschäftigte vor gesundheitsschädlicher Arbeitsüberlastung zu schützen. Besonders skurril ist die Tatsache, dass bei den privaten Fremdfirmen, die im Auftrag der MA 56 an Wiener Schulen reinigen, genau diese Quadratmeter-Richtlinien der ÖNORM herangezogen und penibel eingehalten werden.
Es stellt sich also die dringende Frage, warum die Dienststelle hier mit zweierlei Maß misst und dem eigenen Personal weiterhin die doppelte oder gar dreifache Reinigungsleistung zumutet. Und das, obwohl die Krankenstände bei den schuleigenen Raumpfleger:innen und Schulwart:innen aufgrund dieser permanenten Überlastung bereits besorgniserregend hoch sind.
Vielleicht zeigt diese jüngste Begehung aber nun doch ein Umdenken in der Dienststelle.
Wir von der FCG werden jedenfalls nicht lockerlassen und weiterhin lautstark für faire Arbeitsbedingungen einsetzen. Sobald wir neues Wissen, werden wir euch umgehend informieren.
Wir halten euch auf dem Laufenden!
Euer Team der FCG-younion Wien
